Oft sitze ich auf einer Bank
vorm alten Lindenbaum.
Ich sitze da, vor Sehnsucht krank
und habe einen Traum.
Fast jeden Tag komm ich hierher
und red mit dir mein Kind.
Und immer hoffe ich so sehr,
es spricht für dich der Wind.
Ich bin ganz still und höre dann
den Wind im Baume wehen.
Und immer denk ich irgendwann,
da werd ich es verstehen.
 
 
Deine Mama

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Mondscheingemälde

 

 

Ich sah den Mond ins Zimmer scheinen,

und plötzlich fing ich an zu weinen.

Denn dieses sanfte, weiche Licht

malte zärtlich dein Gesicht.

Ich sah es dort an dieser Wand,

gezeichnet wie von Geisterhand.

 

Es war so weich, unendlich schön.

Es war unmöglich wegzusehen.

Ich starrte lange und gebannt,

berühren wollt ich’s mit der Hand.

Doch als ich sanft darüber strich,

da habe ich es weggewischt.

 

 

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Vorbei

 

Vorbei die Zeit, vorbei mein Glück.

Vorbei, welch grausam Wort!

Vorbei, und keine Chance zurück.

Vorbei, für immer fort.

 

All meine Träume sind zerplatzt

wie feine Seifenblasen.

Und all die Worte, die ihr schwatzt

sind doch nur leere Phrasen.

 

Was ist mein Leben denn noch wert,

lohnt es noch aufzustehen?

Die Zukunft ist für tot erklärt,

wie soll es weitergehen?

 

Nie wieder mit dir weinen, lachen,

nie wieder dich berühren.

Nie wieder mit dir Witze machen,

nie mehr dein Leben spüren.

 

Was bleibt ist Trauer, Sehnsucht, Schmerz

und unerfüllte Mutterliebe.

Und ein ramponiertes Herz

ist alles, was mir bliebe.

 

Ich weiß, die Welt, sie bleibt nicht stehen

und irgendwie geht’s weiter.

Ich werde meinen Weg schon gehen,

wenn auch als Außenseiter

 
 
 
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An Tanja
 
 Vom Himmel strahlt die Sonne,
sie nimmt deine Seele mit
Sie steigt auf zu Gottes Höhen
unsere Herzen bleiben traurig zurück.
 
Tanja, unsere schöne Freundin
wir sind traurig und sehr betrübt
wir können es gar nicht fassen,
dass es dich nicht mehr gibt.
 
Warum müssen uns Freunde verlassen
das fragt man sich tausendmal
in unseren Herzen wirst DU immer bleiben
heute, morgen, und ohne der Jahre Zahl.
 
Dass wir so was Schönes erleben durften,
wie unsere Freundschaft zueinander war.
Ein Geschenk von Gott, nur viel zu kurz!!!
Gott gibt es, Gott nimmt es, es war wunderbar.
 
Tanja, wir sehen dich in diesem Leben nie mehr
vielleicht in einer anderen Welt,
WIR werden DICH immer vermissen,
unsere Gedanken sind auf DICH gestellt.
 
Tanja, du wunderbare Freundin,
du warst ein Teil von unserem Leben.
Eine Freundin wie dich man selten hat,
du wirst uns immer fehlen.
 
Die Erinnerung kann uns niemand nehmen,
egal, was kommen mag.
WIR werden DICH immer lieben,
solange wir leben, jeden Tag.
 
 
Deine Freundinnen Caro, Lexa, Regi, Caro

             
 
 
Für meinen Engel
 
So lang schon hab ich dich nicht mehr gesehen
ich kann die Welt nicht mehr verstehen
 
Du warst doch glücklich, hast gelacht
ich seh dich gleich wieder, hab ich gedacht
 
immer schau ich dein Foto an, dein Gesicht
du lachst, bist voller Zuversicht
 
du kommst nie mehr, wer soll das fassen
du wolltest uns doch nicht verlassen
 
die Hoffnung stirbt, die Liebe nie
du gingst von uns, doch viel zu früh
 
die Erde wird sich weiterdrehen
doch ICH werd' DICH nie wiedersehen
 
Für immer bist du in meinem Herzen
mit ganz viel Liebe und vielen Schmerzen
 
deine Mama
  
                 
 
 
Zeit für Tränen

Wenn Trauer den Körper befällt, und die Zeit die Linderung versagt.
Wenn Fäuste gegen Wände schlagen und man vom Dunkel betört.
Wenn aus Liebe Angst wird und Schmerz in Wut umschlägt
Wenn man mit Gewalt versucht zu halten, was schon längst zerstört.
Wenn Kummer von Hass verdrängt wird, die Seele dunkel von der Last die es trägt.
Wenn niemand da der die Zeichen der Trauer versteht und hört.
Dann ist es Zeit
Zeit für Tränen!
 
 
 
 
Sag mir nicht

Sag mir bitte nicht,wie ich mich fühlen soll,
es sei denn, du hast auch dein Kind verloren.
Sag mir bitte nicht, dass mein gebrochenes Herz heilen wird,
weil es nicht wahr ist.
Sag mir bitte nicht, dass mein Kind an einem besseren Ort sei,
auch wenn es wahr ist,will ich es bei mir haben.
Sag mir bitte nicht, dass ich eines Tages die Stimme hören werde und das Gesicht sehen werde,
über das J E T Z T kann ich nicht hinaus sehen.
Sag mir bitte nicht, dass es Zeit sei weiter zu gehen,
weil ich nicht kann.
Sag mir bitte nicht, dass ich einsehen soll, dass mein Kind weg ist,
weil ich nicht aufhören kann es zu verleugnen.
Sag mir bitte nicht, dass ich für die gemeinsame Zeit dankbar sein soll,
denn ich wollte mehr.
Sag mir bitte nicht, dass ich fröhlich sein werde,
sobald ich die Alte bin,
ich werde es nie wieder sein.
Was du mir sagen kannst, ist, dass du für mich da sein wirst, dass du mir zuhören wirst,
wenn ich von meinem Kind erzähle.
Du kannst mit mir meine Erinnerungen teilen,
du kannst auch mit mir weinen.
Und bitte zögere nicht den Namen zu sagen,
da ich mich täglich danach sehnen werde
Bitte erkenne, dass ich nie wieder die Alte sein werde,
aber wenn du mir beistehst, wirst du vielleicht die neue Person mögen,
die ich eines Tages sein werde.
 

 

 
Der Schmerz brennt sich tief hinein
Die Seele schreit
Tausend messerscharfe Klingen in der Brust
Jeder Atemzug singt ein Klagelied
Kein Gefühl mehr für das eigene "Ich"
Mitmenschen in ihrer Normalität kaum ertragbar
Ziellose Schritte in eine ziellose Zeit
Zugreifen und ins Nichts fassen
Gefangen in dieser fremden Welt
Wo bist du "Gestern"
Offene Augen, die nichts sehen
Am Pullover noch eine vergängliche Spur Lieblingsparfüm
An der Jacke ein Haar
Sonne am Himmel, die nicht wärmt
Fragen suchen vergeblich nach Antworten
Müdigkeit und Leere lähmen die Pflichten
Trost kann nicht ankommen
Gedanken machen fast schwindlig
Immer wieder unkontrollierbare Tränen
Diese Angst vor dunklen, stillen Nächten
Keine Lust auf den neuen Tag
Verlangen nach dem Zauberspruch, der alles ungeschehen macht

 

(Heidi Schwenkow)

 

 

 

Steht nicht weinend an meinem Grab
Ich lieg nicht hier in tiefem Schlaf
Ich bin der Wind, der immer weht
Die Sonne, die hoch am Himmel steht
Der Regen, der auf dich fällt
Der Mond, der deine Nacht erhellt
 

Ich bin die Lieder, die wir gerne hörten
Meine Macken, die euch manchmal störten
Der Wein, den wir getrunken
Meine Sprüche, tief im Schlaf versunken
Und fühlst du dich mies mal irgendwann
Bin ich die Erde, die dich dann ertragen kann

Ich bin die Zigaretten, die wir zusammen rauchten
Die Träume, die wir aneinander verbrauchten
Die Tage, die wir zusammen verbrachten
Die Nächte, die wir zu Tagen machten
Die Freude, die aus deinen Augen spricht
Die Worte, hier in diesem Gedicht

Ich bin die Freundin, die immer zu dir steht
Die dir manchmal zeigt wie's weitergeht
Ich bin das Feuer, das stets in dir brennt
Bin die, die dich tief drinnen kennt
Ich bin im Herz - ich geh nie fort
Ihr seid mein Himmel - er ist kein Ort

Steht nicht weinend an meinem Grab
Ich lieg nicht dort, weil ich nie starb

(Melanie Burghardt)

 

 
 

 

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